Wingsurfen entwickelt sich zur neuen Trendsportart. Dabei ist der Sport gar nicht so neu. Er ist aus dem Windsurfen entstanden, bei dem die Surfer auf einem Board mit einem festmontierten, aber frei rotierendem Segel über die Wellen gleiten. Beim Wing Surfing wurden aus den festen Segeln die Wings – aufblasbare Flügel – die keine Verbindung zum Brett haben und nur durch den Wing Surfer gehalten werden.

Was ist Wing Surfing?

Wingsurfen ist eine Kombination aus Windsurfen, Kitesurfen und dem Stand Up Paddling. Der Wing Surfer steht dabei auf einem SUP Board und hält einen mit Luft gefüllten Wing. Je nach Ausrichtung dieses Flügels und nach Windverhältnissen kann der SUP Boarder so einen Vorwärts- oder Aufwärtstrieb erzeugen. Anders als beim Windsurfen, wo das „Segel“ fest auf dem Surfbrett montiert ist, hält der Wing Surfer seinen Flügel mit einer oder beiden Händen frei in der Luft. Der Wing hat weder Kontakt zum Brett noch wird er über Schnüre gesteuert.

Meist gibt es eine Lenkstange mit mehreren Griffen, sodass jederzeit problemlos die Ausrichtung des Wings geändert werden kann. Mit einer solchen Konstruktion ist es, abhängig von Board, Gewicht des Surfers, Windstärke und Geschwindigkeit, sogar möglich, über das Wasser zu schweben. Für eine Richtungsänderung verlagert man sein Gewicht auf dem Board und richtet den Flügel neu aus. Besonders leicht gelingt dies, wenn man für das SUP Board statt der üblichen Finnen einen Hydrofoil nutzt.

Das Wing Surfing gilt im Vergleich zum Kite- oder Windsurfen als recht sicherer Wassersport, vor allem wenn man bei nur geringen Windgeschwindigkeiten, in Ufernähe und mit einem guten Abstand zu Hindernissen und anderen Wassersportlern surft. Abgesehen von einem Sturz ins Wasser, sollte die Balance einmal verloren gehen, hat man wenig zu fürchten und der Spaß steht bei der Sportart eindeutig im Vordergrund.

Das Wingsurfen ist schon ab einer Windstärke von acht Knoten möglich. Wer sportlichere Ambitionen hat, erfreut sich an 15 oder mehr Knoten.

Welches Equipment benötige ich zum Wing Surfing?


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Für das Wing Surfing ist kein teures Equipment erforderlich. Befindet man sich noch in der Entscheidungsphase und möchte zunächst ausprobieren, ob die Sportart dem persönlichen Spaßempfinden entspricht, sind die günstigen Anschaffungskosten für die Ausrüstung ein großer Pluspunkt. Und ein Wiederverkaufen bei negativer Entscheidung ist meist problemlos möglich. Viele allerdings, die das Wing Surfing für sich entdecken, bleiben dabei.

Die Ausrüstung, die man sich für das Wingsurfen zulegen muss, ist nicht umfangreich. Nötig sind ein passendes aufblasbares SUP Board, eventuell mit einem speziellen Foil, und ein aufblasbarer Wing. Je nachdem, in welchen Gewässern und Klimaregionen der Sport ausgeübt werden soll, kann eine zusätzliche Wassersportausrüstung, zum Beispiel spezielle SUP Kleidung bestehend aus einem Neoprenanzug, erforderlich werden. Für wärmere Regionen reicht die übliche Schwimmbekleidung. An eine Schwimmweste sollte jedoch immer gedacht werden.

Der Wing

Um Wing Surfer werden zu können, benötigt man einen Wing. Dieser Flügel ähnelt einem Kite und besteht aus leichtem, aber robustem Material. Aufblasbare Tubes bilden den Rahmen. Von diesem ausgehend, bildet das Segeltuch ein Dreieck. Die Mitte des Flügels ist mit einer Haltestange durchzogen oder enthält Schlaufen. Der Wing kann mit einer Leash entweder am Brett oder am Arm des Wing Surfers befestigt werden. So verhindert man, dass der Flügel durch eine Windböe davongetragen wird.

Für die meisten Ausrüstungsgegenstände des Wing Surfing gilt: Sie sind platzsparend verstaubar und müssen für den Einsatz lediglich ausgerollt und aufgepumpt werden.

Der Hydrofoil

Beim Wing Foilen nutzt man statt der normalen Finne unter dem Board den Hydrofoil. Bei dem Hydrofoil handelt es sich um eine Kombination aus Tragflügel und Mast. Bei den verschiedenen Foils kann der Abstand zwischen Tragflügel und Board variieren. Es gibt aber auch verstellbare Hydrofoils, die man selbst anpassen kann. Diese sind für den Anfang auch am besten geeignet. Durch die Tragflügel hebt sich das Board beim Wing Foilen schon bei relativ geringen Geschwindigkeiten aus dem Wasser und gleitet über die Wasseroberfläche. Je mehr Erfahrung man mitbringt, desto länger darf der Mast des Hydrofoils sein.

Das passende SUP Board zum Wingsurfen

Für den Einstieg im Wingsurfen bietet sich ein SUP Board mit hohem Auftrieb an. Solche Boards liegen stabil im Wasser und es ist leichter, die Balance zu halten, vor allem, wenn man zuvor noch keine Erfahrungen mit SUP Boards, Kite- oder Surfboards hatte.

Damit ein Board diesen Auftrieb bietet, muss es über ein ausreichend großes Volumen verfügen. Hierbei spielt das Körpergewicht des Surfers eine Rolle, denn: Je schwerer der Wing Surfer, desto größer sollte das Volumen des Boards sein. Volumina von geeigneten SUP Boards liegen zwischen ca. 180 und 300 Litern.

Zu bedenken ist aber, dass ein höheres Volumen die Wendigkeit des Boards meist etwas herabsetzt. Wer mehr Wert auf Geschwindigkeit und schnelle Wendungen legt, sollte sich daher eher für ein Board im mittleren oder unteren Volumenbereich und entsprechendem Shape entscheiden. Bei den SUP Boards kann man zudem zwischen Hardboards und aufblasbaren Boards wählen. Aufblasbare Boards sind natürlich wesentlich platzsparender, je nach Volumen benötigt man aber etwas mehr Wind, um mit dem Wing einen guten Vorwärtstrieb zu entwickeln.

Wingsurfen lernen – So geht’s!

Die Fun-Sportart Wingsurfen zu erlernen, ist leicht. Sie ist für jedes Alter geeignet. Mit der richtigen Ausrüstung finden auch Wassersport-Neulinge schnell einen Einstieg. Wer schon über Board-Erfahrung verfügt, umso besser. Ansonsten muss das Ausbalancieren auf einem SUP Board zunächst ein wenig geübt werden – am besten mit Paddel und ohne Wing. Ein breites SUP Board mit viel Auftrieb ist hier zu bevorzugen. Normalerweise gewöhnt sich der Körper sehr schnell an das Gleiten auf dem Wasser und nach einer kurzen Trainingsphase erfolgen die Ausgleichsbewegungen intuitiv.

Wer den ersten Schritt auf einem ruhigen Gewässer gemeistert hat, darf sich in ein Gebiet mit mehr Wellengang begeben. Auch hier macht es Sinn, zunächst das Stehen und die Balance auf dem Board zu trainieren, bevor man zu einem Wing greift. Funktionieren Richtungswechsel durch Gewichtsverlagerung und Kantendruck, ist es Zeit, das Paddel gegen den Wing zu tauschen. Das Wing Surfing kann man sich selbst beibringen. Wer die ersten Schritte lieber unter Anleitung lernen möchte, ist in einer Surfschule gut aufgehoben.

Das Surfen mit dem Wing erlernt am besten zunächst auf einem SUP Board mit großem Volumen und einer Finne. Ein Wing von vier bis fünf Quadratmetern ist ideal zum Lernen. Ist man auf den großen Boards sicher, kann man auf kleinere, wendigere Boards mit Foil wechseln. Auch immer mehr SUP und Surf Schulen geben Kurse im Wing Surfen.

Fazit: Wing Surfing

Das Surfen mit dem Wing soll Kitesurfen, Windsurfen oder SUP Paddling nicht ersetzen, sondern eine interessante Alternative sein und Abwechslung bieten. Sobald der Umgang mit dem Wing erlernt worden ist, verspricht der Sport jede Menge Spaß auf dem Wasser. Das Surfen mit einem Wing ist schon bei geringen Windstärken und mit großen Boards möglich, sodass auch Menschen mit wenig Erfahrung schnell den Einstieg finden.

Durch die verschiedenen Größen an Wings und Boards sowie die Möglichkeit, einen Foil zu verwenden, können sich auch Profis in dem Sport weiterentwickeln. Wer nicht unbedingt gleich eine komplette Ausrüstung kaufen möchte, kann mit geliehenen Wings trainieren und sich später den passenden Flügel zulegen. In vielen Surfschulen wird der Sport schon angepriesen und kann auch in Kursen erlernt werden. Ein Kurs ist eine gute Möglichkeit, die ersten Erfahrungen mit dem Sport zu machen, danach sollte man verschiedene Gewässer und Regionen testen, um herauszufinden, welches Equipment die eigenen Interessen und Ambitionen am besten unterstützt.

Wer dennoch gleich zu Anfang in einen Wing investieren möchte, kann diesen natürlich auch für Sportarten einsetzen, die nicht auf dem Wasser stattfinden, wie Inlineskaten, Snow- oder Skateboarden.